Aus Kassel

24. April 2012: Die Kasseler Actrice Sabine Wackernagel, meint am  24.04.12 in der HNA behaupten zu müssen, Grass’ Kritiker wären nicht auf den Inhalt seines “Gedichts” eingegangen. Schauspieler lernen Texte auswendig, die sie auf der Bühne aufsagen müssen. Wir lernen, nicht alle sind in der Lage, auch Texte zu verstehen, die sie lesen.

22. April 2012: Tag des Ökobusiness und der Gegenaufklärung in Kassel.

13. April 2012: Die Stadt Kassel duldet auf dem sogenannten Landfahrerplatz den Aufenthalt von Sinti und Roma nicht länger als sieben Tage. Für den Platz unter einer vierspurigen Auto-Straße und direkt neben einer Klärgrube verlangt das Ordnungsamt Miete. Wohin die Sinti und Roma nach den sieben Tagen sollen, verrät die Stadt Kassel nicht.

30. März 2012: Der ehemalige Professor der Gesamthochschule (heute Universität) Kassel und Friedensforscher Dr. Werner Ruf aus Nordhessen ruft neben vielen anderen zum Marsch nach Jerusalem auf. Der Marsch findet am sogenannten “Tag des Bodens” statt und richtet sich u.a. gegen die “Politik der Judaisierung”.

28. März 2012: “… Warum sollte der Westen dem Iran nicht 20-prozentiges Uran liefern – so wie es 2011 von Ahmadinedschad gefordert worden war …” so der “Friedensratschlag”. Einer der Sprecher dieser Truppe ist P. Strutynski aus Kassel.

22. März 2012: Nach der antisemitischen Mordtat versuchen viele diese in eine Beziehung zu den bei militärischen Auseinandersetzungen im Gaza um das Leben gekommene Kinder zu bringen. So auch die HNA am 22. März 2012, die im “Hintergrund” über den mutmaßlichen Mörder aus Toulouse, der auf offener Straße einfach 4 Juden erschoß, 115 Menschen aufzählt, die von israelischen Sicherheitskräften in den “Palästinensergebieten” getötet worden seien. 18 davon seien unter 18 Jahre gewesen.   

30. Januar 2012: Der SPD-Stadtverordnete Christian Geselle beklagt die Angriffe der Alliierten auf Kassel im zweiten Weltkrieg. Ziel sei gewesen, die Zivilbevölkerung zu terrorisieren.

Weihnachten 2011: Marjana Schott, Dr. Peter Strutynski, Prof. Werner Ruf u.v.a. der üblichen Verdächtigen aus Kassel unterzeichnen einen Aufruf  “Weil wir den Frieden wollen“. Sie wollen sich militärischen Interventionen widersetzten und meinen überraschungsfrei nicht die aktuell stattfindende der syrischen Machthaber gegen ihre eigene Bevölkerung (oder die der iranischen Machthaber 20o9-2010), sondern die (noch gar) nicht stattfindende der Nato gegen die Machthaber in Iran und Syrien. Gleichzeitig sprechen sie sich für eine atomwaffenfreie Zone im Mittleren und Nahen Osten aus, aber anstatt die Verhinderung der Atombombe Irans, oder “Atomkraft? Nein Danke!” auch für den Iran zu fordern, fordern sie die Vernichtung der Atomwaffen auf der ganzen Welt.

Noch deutlicher ist der Aufruf  “Solidarität mit den Völkern Irans und Syriens“, der sich gegen die Embargos gegen Syrien und Iran ausspricht. Unterzeichnet haben diesen Apell u.a. der Antisemitismusleugner Diether Dehm und der Blut-und-Straßen-Redner Rolf Becker, die beide auf dem Kasseler Ostermarsch 2009 auftraten (s.u.).

26./27.11. 2011: Der “Völkerrechtler” Prof. Norman Paech findet auf dem in Kassel veranstalteten “Friedenspolitischen Ratschlag” einen Rahmen, um mal wieder Israel massive Völker- und Menschenrechtsverletzungen und Apartheid vorzuwerfen und dafür zu appellieren, den Staat Israel zu eliminieren; i.e. “die Schaffung eines einzigen multiethnischen, demokratischen Staates mit Juden, Muslimen, Christen und anderen Religionen.” Er schließt in chiliastischer Manie: “Befreiung oder Untergang, das ist die Alternative.”

Herbst 2011: Es wird bekannt, dass ein als “kleiner Adolf” bekannter Verfassungsschützer aus Hofgeismar in die Mordserie an türkisch- und griechischstämmigen Bürgern verwickelt ist. Obwohl dem Verfassungsschutz Erkenntnisse vorgelegen haben, dass Nazis in dieser Mordserie verwickelt sein könnten, ermittelt die Polzei im “näheren Umfeld” der Opfer.

Mitglieder der Nazitruppe “Freien Kameradschaften” waren in der Kasseler Feuerwehr und CDU aktiv. Weder der Feuerwehr noch der CDU sind die Nazi-Gesinnung ihrer Mitstreiter aufgefallen.

15.10.2011: Die Linke in Kassel (und anderswo): Zurück zu Dimitroff und gegen Israel. Der Kreisverband Kassel-Stadt der Partei die Linke stellt sich gegen die für den Bundesparteitag im Programmentwurf geforderte Formulierung, angesichts der deutschen Vebrechen eine besondereVerantwortung für Israel wahrzunehmen. Kritik an Israel solle damit unterbunden werden und die wirklichen Schuldigen im NS seien nicht das deutsche Volk, sondern die NSDAP und das Kapital, halten die Kasseler dagegen.

26.09.2011: Die HNA interviewt die Hardcore-Antizionistin Dr. Helga Baumgarten zur aktuellen Entwicklung im Nahen Osten. Baumgarten hat in ihrem Buch “Hamas” diese u.a. als Organisation beschrieben, die sich für das Wohl des Volkes einsetze. Die sogenannte Expertin behauptet ebenfalls, die Hamas würde die Vernichtung Israels keineswegs anstreben. Über diese Haltung verliert die HNA kein Wort.

17.09.2011: Auf der Demonstration “Wehret den Zuständen!” die sich, so der Aufruf, auch gegen Antisemitismus wenden will, kommt es zu Rangeleien um eine Fahne der USA. Vertreter der Jungend Antifa Göttingen entwenden Teilnehmern der Demo eine USA-Fahne. Auch diejenigen, die eine Israelfahne mit sich tragen, werden von unterschiedlichen Teilnehmern angepöbelt. http://arbeitskreisek.blogsport.de/?p=2

An die Demoleitung wird der Wunsch herangetragen, das Präsentieren der Fahne Israels doch zu unterbinden.

15. Juni 2011: Unter Volksgenossen in Guxhagen. Sie mögen nicht nur Ahle Wurscht, Schlachteplatte und Weckewerk, sondern auch ihre ganz normalen Nazis.

09. Juni 2011: Der Sprecher des Kreisverbandes DIE LINKE.Kassel-Stadt Murat Cakir erklärt die Möglichkeit die Position zu vertreten, Israel als jüdischen Staat zu liquidieren, zum demokratischen Lackmustest seiner Partei.

Juni 2011: Strutynski: Israelkritik ist kein Antisemitismus

31.05.2011: Antijudäische Volkfront im Cafe Buch-Oase. Vertreibung und Flucht, die Ursache ist der Zionismus und die Lösung: Ein Staat Palästina = Kein Staat Israel

16.05.11: Dr. Strutynski und Prof. Dr. Ruf erklären den Schülern der Jacob-Grimm-Schule die Welt. Ein Versuch der Deutung.

02.05.11: Der Friedensratschlag stellt in einer Pressemitteilung “zum Tod des angeblichen Al-Kaida-Führers Osama bin Laden” die Aktion der US-amerikanischen SEALS auf eine Stufe mit denen der al-Qaida. Auch die Hamas verurteilt die Tötung Bin Ladens.

25.04.2011: Zum Ende des Ostermarschs, vor etwas 150 Leuten sagt Peter Strutynski folgendes:  „die vollständige Beendigung der Besatzung [sei] die Grundbedingung für die Befreiung beider Völker.“

Der Aufruf des Ostermarsches bezeichnet die von türkischen Islamisten und diversen Aktivisten der europäischen Linken durchgeführte Mavi-Marara-Aktion als “Internationale Hilfsflotte” die vom israelischen Militär brutal überfallen worden sei.

Die Teilnehmer des Ostermarschs fordern nicht etwa das Ende der Gewalt oder der Kämpfe in Libyen, sondern die Beendigung des Krieges gegen Libyen. Der Aufruf des Friedensratschlags schlägt den gleichen Tenor an.

09.02.2011: Das CineStar setzt den Film Tal der Wölfe ab. Zuletzt hatte der Oberbürgermeister Bertram Hilgen, die SPD Fraktion als auch das MdL Uwe Frankenberger beim CineStar interveniert und die Absetzung des Filmes gefordert.

Dem BgA-Kassel ist nicht bekannt, ob diejenigen, die den Frieden predigen und diejenigen, die zu allen Gelegenheiten ihre Besorgnis darüber äußern, wenn rechtsextremes Gedankengut geäußert wird, sich gegen die Aufführung dieses gewaltverherrlichenden, nationalistischen und antisemitischen Film geäußert haben.

28.01.2011: Das Kasseler Kino CineStar zeigt das antisemtische Machwerk “Tal der Wölfe. Palästina”. Hier die Forderung des BGA an CINESTAR, den Film sofort abzusetzten. Eine entsprechende Pressemitteilung wurde an die lokale Tageszeitung und die Verantwortlichen der Stadt Kassel versandt.

Esther Haß vom Vorstand der Jüdischen Gemeinde und ehrenamtliches Magistratsmitglied ist der Auffassung, der Film sei eindeutig antisemitisch und antiisraelisch. Der Film unterstütze die islamistischen Kräfte und dürfe nicht gezeigt werden.

Die OB Kandidaten der Grünen Jürgens und der Linken Boeddinghaus äußern sich kritisch über den Film. Jürgens von den Grünen fordert die Kinobetreiber dazu auf, über den Film öffentlich zu diskutieren und Boeddinghaus schiebt in seiner Verurteilung nach, dass auch antimuslimische Positionen nicht geduldet werden dürften.

Dechanat Fischer ist der Auffassung, dass es gerechtfertigte Kritik an Israel gibt, diese thematisiere der Film jedoch nicht. Der Film sei ein übler antisemitischer Propagandafilm und Hasspropaganda. Es sei für ihn unverständlich, dass dieser Film gezeigt wird (HNA, 01.02.2011).

04.01.2011: Strutynski rechtfertigt in der Jungen Welt antisemitische Krawalle.

01.06.2010: Auf einer Kundgebung des Friedensforums u.a. (an der mehrere Aktivisten der Grauen Wölfe sowie der Partei “Die Linke” und anderer linker Gruppierungen und Islamisten zugegen waren) aufgrund der Aktionen der israelischen Marine gegen den “Gaza-Konvoi”, kam es zu Äußerungen wie: “Menschenmörder Israel”, “Kindermörder Israel”, “Israel hat es nie satt von Blut”.

14.05.2010: Das übliche im Cafe “Buchoase” (Bericht über einen Selbstversuch)

10.05.2010: Münch hetzt in der HNA gegen Ilja Ehrenburg

01.05.2010: Vermutlich Neonazis beschmieren das DGB-Haus und den Kundgebungsort u.a. mit der Parole “Volksverräter”. Was in der Presse nicht erwähnt wird, ist, dass auch Davidsterne zu den Schmierereien gehören.

05.04.2010: Auf dem Ostermarsch versucht sich die Stadtverordnete M. Junker-John (SPD) in Komparatistik. In ihrer Rede an der Rampe (ein Mahnmal dass die Ankommenden vor ihrer Selektion in Auschwitz darstellt) sucht sie nach Gemeinsamkeiten von Auschwitz und dem Bundeswehreinsatz in Afghanistan und findet diese: “Es ist organisierte Gewalt von Menschen gegen Menschen”.

24.05.2009: Farbanschlag auf die Gedenktafel für die von den Nazis zerstörte Kasseler Synagoge

12.04.2009: Blut-und-Straßen-Rede Rolf Beckers auf dem Kasseler Ostermarsch. Becker zitiert u.a. P. Neruda: “…Banditen mit Flugzeugen kamen vom Himmel, um Kinder zu töten; und in den Straßen das Blut von Kindern: es floss einfach so, wie Blut von Kindern …” Er bezieht diesen Text Nerudas auch auf  die Aktionen der IDF.

Diether Dehm leugnet auf der gleichen Veranstaltung den Antisemitismus.

17.01.2009: Auf einer u.a. vom Friedensforum und Mili Görüs organisierten Kungebung kommt es zu Rufen: Kindermörder – Israel, Intifada bis in den Tod, Zionisten – Faschisten u.a. Ein Stand, der über das Interesse Israels am Frieden informiert, wird aus den Reihen der Demonstranten angegriffen. (PM)

Die Kasseler Zentrale des Stalinismus, Antisemitismus und Antizionismus: Cafe Buch-Oase


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