Die Lebenden und die Toten und die deutsche Erinnerung

Januar 21, 2012

Den Toten die Erinnerung …

70 Jahre Wannseekonferenz und 27. Januar – die deutsche Erinnerungsmaschine beginnt den mittlerweile üblichen Durchlauferhitzer medialer Befassung und politischer Sonntagsreden zur Geschichte anzuwerfen. In den Medien werden von der Provinzpresse bis zum offiziösen Staatsfunk mehr oder weniger gelungene Beiträge zur Geschichte und Bedeutung der Wannseekonferenz beigesteuert. Politiker, vom Bundespräsident bis hinab zum Provinzbürgermeister, äußern ihren Willen, an das staatlich organisierte Morden zu erinnern.

In Deutschland gehört es mittlerweile zum guten Ton, daran zu erinnern, dass es den Massenmord an den europäischen Juden gegeben hat. Es wird von „Verantwortung tragen“, „öffentlicher Trauer“ und zu definierenden „nationalen Aufgaben“ usw. gesprochen.

Schwer tun sich die Offiziellen aber immer noch damit, dass der organisierte Mord mit Wissen, Zustimmung und mit einem aktiven Beitrag der deutschen Bevölkerung geschehen ist und vor allem, warum dies so gewesen ist. Immer noch ist es das herbeiphantasierte Subjekt, „im deutschen Namen“, das den massenhaften Mord begangen hat, oder es wird von etwas geredet, “das von unserem Land ausgegangen ist.” (aktuell z. B. BP Christian Wulff)

Erinnerung als Instrument der Politik

Kaum ein Beitrag kommt ohne die Diskussion um die Vergleichbarkeit des deutschen Massenmordes an den Juden aus (zuletzt in “Die Welt“, regional mit anderer Intention die Kasseler Friedensfreunde auf dem Kasseler Ostermarsch 2010). Häufig wird darauf verweisen, dass ohne Vergleich keine Erkenntnis möglich wäre. Dies ist sowohl eine Binsenweisheit als auch ein Trugschluss. So kann der Vergleich nur schlecht erklären, worin das Wesen des Einen im Gegensatz zum Anderen besteht oder worin die Ähnlichkeit und/oder die Wesensgleichheit besteht und was diese letztendlich zu bedeuten hat.

Ein Vergleich kann nur der Ausgangspunkt einer Hypothese sein, auf die dann eine Analyse zu folgen hat. In der Regel bleibt es bei der Hypothese und auch der mantrahaft wiederholte Satz der Nichtvergleichbarkeit kaschiert nicht, dass die Erwähnung historischer und aktueller barbarischer Akte im Zusammenhang mit der Shoah nicht der Analyse der antisemitischen Mordtat dient.

In der politischen Auseinandersetzung dient der Vergleich vielmehr dazu, einen Link herzustellen, um das zu Vergleichende doch irgendwie mit einander in Bezug zu setzten. Der Antikommunismus (ob berechtigt oder nicht, das soll hier nicht debattiert werden) versucht im Vergleich des stalinistischen Terrors mit dem antisemitischen Vernichtungswahn den Kommunismus sowohl als Idee wie auch als politische Praxis schlechthin zu verdammen.

Der deutsche Geschichtsrevisionismus bedient sich des Vergleichs, um die Shoah als solche zu eskamotieren. Die deutsche Tat sei zwar zu verurteilen, aber eine unter vielen oder sie sei die (zwar falsche) Antwort auf eine viel schlimmere Tat.

In wiederum ganz anderen Kreisen fungiert die Shoah als Anschauungsbeispiel eines grässlichen Kriegsverbrechens, vor dessen Wiederholung gewarnt wird und die es zu verhindern gelte. Das reicht vom berühmt-berüchtigten Ausspruchs Joschka Fischers, im Kosovo ein neues Auschwitz zu verhindern, bis hin zu den unrühmlichen Assoziationsketten der 68er, die Kriegsverbrechen der US-amerikanischen Armee in Vietnam mit dem Ausspruch „USA-SA-SS“ in die Nähe des deutschen Massenmordes stellten.

Diese Haltung findet sich bis heute bei der Friedensbewegung und den Traditionslinken, wenn diese kriegerische Handlungen (vornehmlich die der NATO oder der USA) in eine Beziehung zum Massenmord der Nazis setzten, oder allgemein wenn die Lehre aus 12 Jahren Nationalsozialismus „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!” heißen soll.

Die Erinnerung gilt der Vergangenheit. Deutschland als „Weltmeister der Vergangenheitsbewältigung“ versucht seit ca. 1990, sich in der Erinnerung am Nationalsozialismus von der Nachkriegsrepublik, die 1990 in einem geeinten Deutschland aufging, zu unterscheiden.

Die sich zunehmend durchsetzende neue geschichtspolitische Betrachtungsweise der Vergangenheit diente fortan sowohl der Legitimierung einer neuen Außenpolitik Deutschlands (des neuen deutschen militärischen Engagements und des zunehmend durchgesetzten Führungsanspruchs in der EU), als auch einer als notwendig erachteten Abgrenzung der westdeutschen Sieger gegen die vergangene DDR und mittlerweile, der Bundespräsident hat es vorgeführt, um vor dem politischen Extremismus zu warnen.

Aus dem Tatbestand, dass man nach 1945 die meisten Nazis in Amt und Würde ließ, was zunehmend zerknirscht zur Kenntnis genommen wurde, sei zu lernen, dass man nun mit den ehemals Verantwortlichen und dem Gedankengut der DDR als zweiter deutscher Diktatur um so konsequenter abzurechnen habe.

Der Extremismus der Mitte und die Rolle der Bösen

Schon die Auseinandersetzung um die Wehrmachtsausstellung sowohl in der deutschen Gesellschaft als auch im Hamburger Institut für Sozialforschung verwies auf die Grenzen der neuen Haltung. In der zweiten, der offiziösen Sichtweise eher entsprechenden, Ausstellung wich die Realität des Antisemitismus als Ideologie der deutschen Volksgemeinschaft, die der Nationalsozialismus am konsequentesten zum Ausdruck brachte, einer Darstellung des deutschen Massenmordes als ein Kriegsverbrechen des 20. Jahrhunderts. Diese Sichtweise hat sich etabliert und findet ihre Entsprechung in einer fast hegemonial zu bezeichnenden Totalitarismusthese, für die jüngst das mit großer Begeisterung aufgenommene Werk „Bloodlands“ des britischen Historikers Snyder als Beleg gelten darf.

Der Mord an den Juden wird als ein zwar besonders monströses, aber doch auch nur als eines, in einer Reihe von vielen politischen Verbrechen gesehen. Die zunehmende Bedeutung des Begriffs Völkermord sowohl in der medialen Landschaft, um Kriegsverbrechen und politische Massenverbrechen (wie z. B. in Ruanda und Kambodscha) zu beschreiben, als auch im internationalen Recht um diese abzuurteilen, ist Ausdruck dafür, dass die deutsche Erinnerungsideologie den Weltgeist durchwest.

Das Spezifische der antisemitischen Vernichtungstat, die gerade in der modernen Gesellschaft Deutschlands erst zur Vollendung gebracht werden konnte, geht vor dem Hintergrund vieler anderer historischer und aktueller Entsetzlichkeiten unter (obwohl hier eine vergleichende Analyse die wesentlichen Unterschiedlichkeiten herausstellen könnte).

Die das Wesen des Nationalsozialismus negierende Sichtweise ist die gängige Art der Verwendung der Geschichte als politisches Argument. So kann mit einer aus der Vergangenheit zu ziehenden Lehre die deutsche Außenpolitik begründet werden, als auch im Inneren der Kampf gegen den Extremismus geführt werden

Der Nationalsozialismus wird als extreme Politik eines entfesselten Staatsapparates oder die einer verbrecherischen Clique verstanden. Gelegentlich wird mit dem Nationalsozialismus auch die Wut der entfesselten Underdogs assoziiert. Egal wie, die Mehrheit der deutschen Bevölkerung sei durch falsche Versprechen verführt, übertölpelt oder durch massive Gewalt eingeschüchtert worden. Trotz des gelegentlichen Zugeständnisses, dass der Nationalsozialismus auf eine mehr oder weniger ausgeprägte Zustimmung in der Bevölkerung stieß, werden Manipulation und Verführung, Unterdrückung und Gleichschaltung, Ausgrenzung und Verfolgung, sowie Intoleranz und Extremismus als herausragende Elemente der herrschenden Naziclique bezeichnet, mit denen diese das deutsche Volk überzogen hätte.

So scheint der Appell für politische und gesellschaftliche Toleranz, für Pluralismus und Meinungsfreiheit – insgesamt das Plädoyer für eine Politik der gesellschaftlichen Mitte – als das Gebot der Stunde.

Politische Intoleranz, Extremismus, Rassismus, Sexismus, Homophobie etc., auch ein unspezifischer Begriff vom Antisemitismus, werden als einzelne Entitäten eines verdammenswerten politischen Extremismus aufgezählt, zu der eben auch der Nationalsozialismus, der Kommunismus oder auch der Islamismus gezählt werden. Als Extremismus wird der NS zum randständigen (historisch vorübergehend jedoch allmächtigen) Phänomen der deutschen Gesellschaft.

Der Antisemitismus, als notwendige Ideologie sich einer, von abstrakten Zwängen und unbegriffenen Krisen kapitalistischer Vergesellschaftung „bedroht“ sehenden Volksgemeinschaft, wird im Extremismusbegriff und in der Erinnerungskultur nicht reflektiert. Die Bedeutung einer Ideologie, die dem Wahn einer sich von externen Kräften in seiner Existenz bedroht fühlenden Gemeinschaft (dem deutschen Mittelstand) entspringt, kann in einer Politik keine Rolle spielen, die eben diese Gemeinschaft von sich spinnefeind gegenüberstehenden Einzelnen stets aufs neue zu formieren versucht.

So werden trotz teilweise regionaler Verankerung und Duldung von Nazis im deutschen Alltagsleben, trotz der Ignoranz des deutschen Sicherheitsapparates und der Verfilzung mit dem Geheimdienstapparat, reale Nazis vornehmlich als Phänomen extremistischen Ausdrucks eines randständigen und deklassierten Teils der Bevölkerung begriffen. Die so stigmatisierten können dann als vorrangiges Ziel politischer Befassung dienen. Die Haltung des Sicherheitsapparates kann als Begriffsstutzigkeit, die des Geheimdienstes als Ausdruck verschwörerischer Umtriebe sinister Personen begriffen werden. Das ist die Stunde derjenigen, die Gesicht zeigen wollen, die das anständige Deutschland repräsentieren wollen, das ist die Stunde der Untersuchungsausschüsse und des investigativen Journalismus. Der Nazi hat also nichts mit der Mitte der Gesellschaft zu tun, sondern soll – so der offiziöse Antiextremismus – als das von ihr Besondere aufgedeckt, denunziert und bekämpft werden.

Solange die Interpretation der Erscheinungen der kapitalistischen Moderne als  Bedrohung für die Volksgemeinschaft nach wie vor aktuell und integraler Bestandteil der Ideologie der deutsche Mitte sind, also das Lamentieren über und das Protestieren gegen die “Macht des Geldes”, gegen die “Raffgier böser Kapitalisten”, gegen die “Lobbyisten und die Käuflichkeit der Politiker” usw. zentraler politischer und kultureller Ausdruck des politischen Bewusstseins des in seiner ökonomischen Existenz latent immer in Frage gestellten deutschen Mittelstandes ist und diese Ideologie trotz aller Toleranz, Kulturbeflissenheit und Ausgewogenheit letztendlich auf Mord hinausläuft, so wird trotz aller Gedenktage und –feierlichkeiten, nicht die Bedeutung der Vergangenheit auf die heute Lebenden reflektiert werden, sondern dienen die Toten der Ideologie der sich bedroht fühlenden Gegenwärtigen. Die Erinnerung ist Teil einer Nebelmaschine.

What the fuck is antisemitism?

Nicht der Stiefelnazi ist der vollendete Ausdruck des Antisemitismus, sondern im Extremismus der Mitte findet der Antisemitismus zu sich selbst. Warum?

Der Mord an den Juden war keine verbrecherische Begleiterscheinung eines (eskalierenden) mörderischen Krieges und einzelner durchgeknallter Exzessivtäter, sondern der deutsche Krieg wurde (auch) geführt, um die Juden zu vernichten, die Täter waren Bestandteil eines rational geführten staatlichen Apparates.

Die deutsche Bevölkerung beteiligte sich nicht deswegen am Judenmord, weil sie Sadisten waren oder scharf darauf waren, die Möbel der Deportierten sich anzueignen, den Laden oder die Firma des jüdischen Besitzers zu übernehmen, oder die Goldzähne der Vergasten zu sammeln, sondern weil im Mord am Juden der Deutsche als Volksgenosse und in der so praktizierten Aufhebung der kapitalistischen Moderne in der Volksgemeinschaft zu sich selbst fand. Und so galt auch der zutiefst deutsche Satz „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“, beim Judenmord. Der Jude wurde verfolgt, nicht weil es bei ihm als konkretem Nachbarn etwas zu holen gab, oder weil ein ausgewiesener Sadist sein Mütchen am wehr- und ehrlos Erklärten kühlen konnte, sondern weil der Jude als jeweils einzelne Verkörperung der halluzinierten allgemeinen Bedrohung des Volkskörpers vernichtet werden musste. Es gab zwar auch die vielen Profiteure am Massenmord (Götz Aly beschreibt dies), doch die zu machende materielle Beute und die psychopathische Befriedigung in der Tat waren nicht das Wesen des antisemitischen Massenmords, sie waren gewissermaßen der Extraprofit einer hegemonialen Wahnidee.

Dass einige, auf dem Niveau des deutschen Alltagsverstandes, aufgeklärte und moralisch empfindenden Volksgenossen den empirischen Juden nicht unbedingt als straffrei auszuraubendes Opfer und darüber hinaus auch nicht als Verkörperung des Bösen ansahen, widerspricht nicht der bestimmenden Rolle des antisemitischen Wahns in der deutschen Gesellschaft. Diese Erscheinung steht für das Nebeneinander, dass auch einige Deutsche Juden versteckten, sich sonst aber der Maschinerie des NS nicht in den Weg stellten, und als funktionierende Teile des Ganzen diese erst möglich machten.

Es waren daher nicht die sadistischen Täter und die kühl mordenden SS-Männer in den Vernichtungslagern und den osteuropäischen Mordfeldern, die für den mörderischen Antisemitismus repräsentativ waren. Es waren die ganz normalen Deutschen, die wenn es der Zufall ihrer beruflichen Biographie wollte, eben nicht Gärtner, Bäcker, Maschinenschlosser oder Verkäufer waren, sondern als brave und fleissige Angestellte und Beamte pünktlich ihren Dienst antraten, um die antisemitische Gesetzgebung und Richtlinien auszuformulieren, die Enteignungsprozesse abzuwickeln, die Listen der zu Deportierenden zusammen zu stellen, die Fahrpläne für die Deportationszüge zu erstellen, die Vernichtungslager zu planen, das Gas herzustellen, zu verpacken und zu liefern und die die Juden in die Bahn verfrachteten. Jeder von ihnen kannte eventuell einen konkreten Juden und hatte nichts gegen ihn persönlich, aber …

Das ist in der Struktur – freilich auf einer qualitativ anderen Ebene  – auch heute so. Deutschland geriert sich als bester Verbündeter Israels, Kontakte zu den Menschen in Israel werden bis in die Kommunen hinein gelebt, die jüdischen Gemeinden werden feierlich kontaktiert – Aber Studien (siehe unsere Dokumente) beweisen das immer wieder: Über 20% der Bevölkerung weisen Affinitäten zu antisemitischen Gedankengut auf und wenn es um Israel geht, fallen alle Hemmungen.

… den Lebenden der Verrat

Am 8. Mai 1945 endete vorerst der deutsche Versuch, Europa seiner Herrschaft zu unterwerfen. In den eroberten Gebieten konnte die Vernichtungspolitik gegen die Juden jedoch fast vollständig umgesetzt werden. Die wenigen zufällig Überlebenden wanderten zum größeren Teil nach Israel aus. Deutschland hat in der EU zwar eine reale Führungsrolle übernommen, beherrscht den Balkan als seinen Hinterhof, gegenüber Israel geriert sich Deutschlands offizielle Politik jedoch als „Freund“ und treuer Verbündeter.

Doch die Überlebenden von Auschwitz und der Staat Israel sind eine Provokation für die deutsche Ideologie. Nicht die deutsche Erinnerungsmaschine erinnert die Deutschen daran, dass sie die Vernichtungslager betrieben, sondern sowohl der einzelne lebende Jude wie die Existenz des Staates Israel. Offener Judenhass ist nicht en vogue – in den Medien und in der „Zivilgesellschaft“ äußert er sich als ehrbarer Antisemitismus und in Form der allenthalben hegemonialen „Israelkritik“.

Die reale Vernichtungsdrohung gegen Israel geht heute nicht von Deutschland aus, sondern vom Iran und von dem, in den arabischen Massenbewegungen hegemonialen Islamismus. Es fehlt diesen zwar aktuell noch an den Mitteln, ihren Wahn in Form eines vernichtenden Krieges gegen Israel umzusetzen. Doch das iranische Streben nach der Atombombe ist die logische Umsetzung  der vom antisemitischen Furor propagierten Idee, Israel von der Landkarte zu radieren. Auch der sich in den arabischen Rebellionen konstituierende Volkskörper transformiert sich immer wieder zum Mob, der mangels realer Juden, sich erst einmal an den Institutionen des israelischen Staates austobt, oder an den als Fremdkörper deklarierten Minderheiten wie Christen, Schwule oder selbstbewusst auftretenden Frauen.

Die an die Macht drängenden islamistischen Gruppierungen werden bald mit den Niederungen und Sackgassen konkreter Politik konfrontiert sein. Die gesellschaftliche und ökonomische Krise der arabischen Nationen werden sie durch eine wie immer geartete Politik bestenfalls kaschieren können. Nur der Ruf nach der “Befreiung Palästinas” wird als einigendes Band und als vermeintliche Lösung der arabischen Krise ideologisches Programm bleiben.

Die Ignoranz sowohl der von Deutschland beherrschten europäischen Politik, die sich trotz beharrlichen Drängens der USA immer wieder wirksamen Sanktionen gegen den Iran entzieht, ist die eine Seite der Medaille, die von allen Kreisen der Politik an Israel adressierten Aufrufe zur Mäßigung sind als Bestandteile der Delegitimierung des Trachtens des Israelischen Staates, die eigene Bevölkerung zu schützen, die andere Seite.

Die Begeisterung der Medien und des aufgeklärten Mittelstandbürgers angesichts der losgelassenen Massen in den arabischen Staaten, in denen von Anfang an antisemitische Untertöne vernehmbar waren, steht nur im scheinbaren Gegensatz zu den ob ihrer Schlichtheit und tumben Antizionismus einfach zu denunzierenden Dinosauriern der Traditionslinken. Gegenüber Israel, dem Staat der lebenden Juden, formiert sich nach wie vor die Volksgemeinschaft. Sie reicht in seltsam anmutender Eintracht der deutschen Erinnerungsarbeit von den friedensliebenden Bewegungen zum distinguiert auftretenden Liberalen oder Konservativen, von der Journaille bis zu den Regierenden.


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